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Smart Multi-Homed Name Resolution (SMHNR) ist ein Verhalten des Windows DNS-Clients für Systeme mit mehreren aktiven Netzwerkschnittstellen, also beispielsweise LAN + WLAN, VPN + LAN oder mehrere virtuelle Adapter. Ziel ist es, Namensauflösung auf solchen multi-homed Systemen robuster und schneller zu machen.
Mehrere Interfaces können gleichzeitig aktiv sein, jeweils mit eigener Route, eigener DNS-Konfiguration und unterschiedlicher Priorität. Windows versucht deshalb, die Namensauflösung so zu optimieren, dass Antworten schneller und möglichst passend zum verwendeten Interface eintreffen. Microsoft beschreibt für neuere Windows-Server-Versionen ergänzend, dass der DNS-Client Anfragen an ein bestimmtes Interface binden kann, wenn ein DNS-Server über genau dieses Interface konfiguriert ist.
Besonders wichtig ist SMHNR bei der Auflösung sogenannter flat names, also kurzer Hostnamen ohne DNS-Suffix, zum Beispiel fileserver statt fileserver.example.local. Microsoft dokumentiert, dass Windows auf Nicht-Domänennetzwerken bei solchen Anfragen zusätzlich link-lokale Namensauflösungsprotokolle berücksichtigen kann, insbesondere:
Standardmäßig kann Windows auf Nicht-Domänennetzwerken bei Flat-Name-Abfragen lokale Antworten dieser Protokolle gegenüber DNS-Antworten bevorzugen. Erst wenn die Richtlinie „Turn off smart protocol reordering“ aktiviert wird, bevorzugt der DNS-Client laut Microsoft für alle Netzwerke die Reihenfolge DNS → LLMNR → NetBT.
Diese Richtlinie schaltet das SMHNR-Verhalten ab.
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